Für Installateure

Die Basis für die i4Home-Datenübertragung bildet die Verbindung zum Internet, internen LAN (Local Area Network) und WLAN (Wireless Local Area Network). Für die Datenübertragung kommen unterschiedliche Medien, beispielsweise Funk, Lichtwellenleiter oder Kupferkabel zum Einsatz. Damit die Daten im Internet oder LAN ohne Fehler zu den Endgeräten übertragen werden und Anwendungen wie Nachrichten, Wetterbericht, Onlineeinkäufe, Bankgeschäfte, Video on Demand, Internetradio, Überwachung und Gebäudeautomation etc. funktionieren, bedarf es einer anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlage mit unterschiedlichen Systemkomponenten.

Der Internetanschluss kann wahlweise ausgeführt sein über:

  • DSL- / VDSL-Anschluss 
  • Kabelanschluss über Kabelmodem 
  • Internet über Mobilfunk mit UMTS- / LTE-Modem  

 

Netzwerkverkabelung / LAN

Für den reibungslosen Datenfluss innerhalb des Netzwerks – zwischen den Geräteteilnehmern im Gebäude und dem einfachen Zugriff ins Internet – muss ausgehend vom Internetzugangspunkt/Router ein Netzwerk aufgebaut werden. Bei den meisten Routern sind bereits Anschlusspunkte (RJ45-Buchsen) für die Verkabelung integriert. Sollen mehr Endgräte im Netzwerk betrieben werden, muss ein entsprechender aktiver Netzwerk-Switch mit den benötigten Anschlusspunkten ergänzt werden. Neben der Möglichkeit drahtgebunden Netzwerkendgeräte anzuschließen, bieten zahlreiche Router bereits eine Funkschnittstelle (WLAN).

Das Netzwerk wird heute meist mit verschiedenen Medien draht- und funkgebunden als Mischlösung aufgebaut. Für Geräte mit hohem Datenbedarf und einem fixen Standort im Gebäude, wie beispielsweise Medienserver, TV, PC oder Netzwerkkameras, ist die drahtgebundene Netzwerkverkabelung die erste Wahl. Bei mobilen Endgeräten, darunter Smartphones und Tablets, bietet sich eine Verbindung über Funk (WLAN) an.

Die Ideallösung bei Neubauten oder Sanierungen ist eine strukturierte, sternförmige Verkabelung.

Vom zentralen Ausgangspunkt, dem Internetanschluss / Router, werden über einen Verteiler sternförmig Verbindungsleitungen zu den Wohnräumen auf die einzelnen Netzwerkanschlussdosen installiert. Die Anschlussdosen verbinden über Patchkabel die Endgeräte. Die Anschlussdosen bleiben immer gleich, egal, welches Gerät angeschlossen wird. Die Verbindung zwischen dem Internetzugangspunkt / Router und dem Verteiler erfolgt ebenfalls über Patchkabel. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Verkabelung, was dann von Vorteil ist, wenn sich die Raumnutzung ändert und aus einem Kinderzimmer beispielsweise ein Büro wird.

Um den zentralen Verteilerpunkt ideal im Gebäude aufzubauen bzw. zu integrieren, sind speziell für Netzwerke verschiedene Möglichkeiten vorhanden. So lässt sich ein hutschienenfähiger Netzwerkverteiler (z.B. REGplus) direkt in einem Elektroverteiler unterbringen. Ein weiterer Ansatz ist die Verwendung eines Aufputzverteilers, der neben dem Direktanschluss über feldmontierbare Stecker eine sehr platzsparende Variante des zentralen Verteilpunkts darstellt.

Eine Vielzahl von Anwendungen wie beispielsweise Streaming (Musik, Video, Foto), Video on Demand (IPTV) und Telefonie (VoIP) bedürfen einer hohen Bandbreite, was bei der Wahl der Verkabelungs- komponenten wie Installationskabel, Patchkabel, Netzwerkanschlussdosen und Verteiler, entsprechend berücksichtigt werden muss:

Die Anschlusskomponenten sollten mindestens in Kategorie 6, besser noch 6A, ausgeführt werden; bei den Installationskabeln empfiehlt es sich, bereits die Komponentenklasse Kategorie 7 bzw. 7A einzusetzen.

 

Kategorien und Klassen

Klasse EN 50173Kategorie ISO /IECAnwendungDatenrateGrenzfrequenz
D5Ethernet10 Mbit/s100 MHz
DFast Ethernet100 Mbit/s 100 MHz 
D5e Gigabit Ethernet 1 Gbit/s125 MHz 
EGigabit Ethernet 10 Gbit/s 250 MHz 
EA6A 10 Gigabit Ethernet 10 Gbit/s 500 MHz 
F10 Gigabit Ethernet >10 Gbit/s 600 Mhz 
FA7A 10 Gigabit Ethernet >10 Gbit/s1.000 MHz 

Die Verbindung zwischen Verteiler und Netzwerkanschlussdosen wird pro Anschlussdose mit einem paargeschirmten Installationskabel der Kategorie 7 oder 7A realisiert und als Permanent-Link bezeichnet. Dieser Permanent-Link sichert als Punkt-zu-Punkt-Verbindung dem Anwender die gewünschte Leistungsfähigkeit seines Netzwerks – unabhängig von den Anwendungen, Applikationen oder Geräten.

In mehrstöckigen oder großen Gebäuden können auch zwischen Verteiler und Netzwerkanschlussdosen Sammelpunkte (Consolidation Points) zum Einsatz kommen, die dann eine Unterverteilung in der Verkabelung darstellen und ebenfalls die Flexibilität erhöhen.

Ausführungen für Verteiler bzw. Netzwerkanschlussdosen gibt es in der löt- und schraubfreien Punch-Down-Methode (LSA Anschlussklemme) oder als feldkonfektionierbare Modullösungen, bei der die Konfektionierung der RJ45-Anschlusseinheit vor Ort mit dem Installationskabel erfolgt, und das Anschlussmodul lediglich in den Verteilerträger oder die Wanddose montiert wird. Besonders beim Einbau von Unterputzinstallationsdosen ist auf die Handhabung der Anschlussdosen bzw. der Module zu achten – hier werden spezielle Dosen- und Anschlusssysteme eingesetzt.

WLAN (Wireless LAN)

Bei mobilen Endgeräten wie Smartphone, Tablet-PC oder Notebook und in Bestandsgebäuden können die Endgeräte per Funk (WLAN) ins Netzwerk eingebunden werden. Vorraussetzung ist ein WLAN- Access-Point, der mit dem Router verbunden wird, oder ein Router mit integriertem WLAN-Access-Point. Die eingesetzten Endgeräte müssen hierfür mit entsprechender WLAN-Funktionalität ausgestattet

sein. Hierbei ist zu beachten, dass für den Anschluss von WLAN-Router eine strukturierte Gebäudverkabelung die Basis bildet.

Bei mehrstöckigen und größeren Gebäuden können mehrere WLAN-Access-Points die Funkabdeckung verbessern – diese wiederum müssen über eine Verkabelung mit dem zentralen Verteilerpunkt verbunden werden.

Netzwerkverkabelungsbeispiele je nach Anwendung PC Netz und WIFI / Datenspeicher / IP-Telefon / Unterhaltungselektronik im Netz

Einbindung Türsprechanlagen / Überwachung / Gebäudeautomation

TIPP: Testen Sie die installierte Verkabelung

Eine Netzwerkverkabelung kann ganz einfach schon vor der eigentlichen Verwendung auf ihre Funktion und Qualität hin überprüft werden.

Nach der Installation geben Tests und Messungen an der Netzwerkverkabelung Aufschluss über eine reibungslose Datenübertragung – zum Beispiel mittels eines Testgeräts wie dem „KAPRi plus“, das mit einer einfachen „Ein-Tasten-Bedienung“ auf mögliche Installationsfehler aufmerksam macht. So werden Kurzschluss, Adernunterbrechung, Adernvertauschung, Leitungsvertauschung in wenigen Sekunden ermittelt. Vertiefende Messungen bei denen alle zur Übertragung wichtigen Parameter überprüft werden, sind ergänzend möglich.

 

Infos für Installateure

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